Sonntag, 25. mai 2008

Alle Jahre wieder...

Der Grand Prix ist soweit ein Muss. Für mich jedenfalls. Seit 1984 habe ich jeden gesehen. Quasi eine Pflichtveranstaltung seit rund 23 Jahren für mich. Unvorstellbar, aber wahr.

Trotzdem verliere ich von Jahr zu Jahr einfach den Spaß daran - und das hat nichts mit der Ost-Connection zu tun. Meinetwegen können sich Kroatien, Serbien, Bosnien und Mazedonien (entschuldigung, Montenegro ist ja jetzt auch unabhängig) die Punkte ganz alleine teilen. Im nächsten Jahr hat sich Herzegowina bestimmt auch seinen freien Platz in der Nahrungskette erkämpft und dann braucht man gar nicht mehr zuzuschauen.
Aber ich würde es trotzdem tun!

Egal, ob Deutschland mitmacht oder nicht. Es ist ein MUSS! Dumm nur, dass wir mit unserem fröhlichen Wessigedudel einfach nicht den Nerv der Zeit treffen. Oder besser gesagt: den Muskgeschmack der Balkan- & Co.-Länder. Ich kann es ihnen nicht verübeln. Es ist nicht so, dass sie sich nur aus reiner Nachbarschaftsliebe die Punkte zujubeln. Nach jahrelangem Bürgerkrieg gegen Österreich würde ich für die auch nicht anrufen, nur weil das Land einen Katzensprung entfernt ist. Und wenn der Freistaat Bayern sich endlich seine Unabhängigkeit erkämpft, würde ich das Geld höchstens für eine Party ausgeben und nicht für einen Telefonanruf.
Nein, ich glaube ja fest daran, dass die einfach nur einen ähnlichen Musikgeschmack haben. Da kann man nichts machen. Wir haben einfach nicht die passenden Lieder. Und vor allem nicht den passenden Performer. Da hätten auch kürzere Kleidchen und mehr Pop0wackeln den No Angels nichts genützt. Ganz schwache Stimmchen, ganz schwache Leistung.

Apropos Stimme: wer was richtig Starkes vom Grand Prix sehen möchte, sollte sich den israelischen Sänger anhören. Der ist nicht Erster geworden, aber in den Top10. Weil er klasse gesungen hat. Er hat nur mit seiner Melodie auch nicht ganz den Nerv der Balkanfreunde getroffen!

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von Leela - veröffentlicht in: TV, Musik
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Samstag, 8. dezember 2007

Meistens fängt es um die 30 an. Jahre natürlich. Die magische Zahl, die Frauen in eine Egokrise stürzt. Lachen oder weinen? Oder auf die erste richtige Midlife-Crisis warten? Toller Plan.

Während deine 2 Jahre älteren Freundinnen über Kissenbezüge und Vorhänge philosophieren, tanzen deine 4 Jahre jüngeren Freundinnen die Nächte durch die Clubs. Und du mittendrin. Verdammt, du bist zu jung für Gardinenstoff. Und fühlst dich plötzlich zu alt, um betrunken nachts um 4 auf der Tanzfläche zu hopsen. Was ist los? Nichts Halbes, nichts Ganzes. Du weißt nicht, wo du hingehörst. Die Hälfte deines Bekanntenkreises hat gerade geheiratet und läuft mit einem Kugelbauch durch die Gegend. Dazu willst du nicht gehören. Noch nicht. Dann triffst du die kleine Cousine deiner besten Freundin. Stiefel über Pailettenjeans, wilde Accessoires, hysterisch gackernd. Nein, da willst du auch nicht wieder hin. Und jetzt?
Ein bischen vom Einen und einen Touch vom Anderen - das wäre fein. Leider scheinst du das einzige Wesen zu sein, das gerade auf einer Zwischenstation in einem Paralleluniversum Halt macht.

Du willst nicht mit dem bezaubernden Wesen von Freundin Tischdecken aussuchen gehen. Ja, ich habe meine eigene Wohnung. Ja, ich habe die Deko ausgesucht und gestaltet. Aber nein, mich interessiert es nicht, wieviel deine Tischdecke kostet und von welchem Designer. Es interessiert mich nicht mal bei mir selbst. Ich bin zu jung, um mir über solche Bagatellen Gedanken zu machen. Geschweige denn, den Abend bei einem Gläschen Rotwein darüber zu plaudern. Ja genau, über Tischdecken. Und deren vielfältige Muster. Grotesk - wenn besagte Freundin gerade mal 3 Jahre älter ist als man selbst. Dräng mich nicht in dieses Spießertum hinein!

Da möchte man nochmal 18 sein. Oder wenigstens 20. Doch der Blick auf aufgetakelte Teenies, die im angesagten Club zwischen unz-unz und Justin Timberlake albern zucken, lässt einen diese Idee ganz schnell wieder bereuen. War man selbst auch schon so schrecklich? Ja! Nein! Ach, ich weiß auch nicht. Schon als Jugendliche fühlte ich mich immer irgendwo dazwischen. Ich ging gerne aus, war öfter feiern und oftmals diejenige mit dem lustige Gemüt, die alle Songs mitgröhlte und andere dazu animierte, mitzutanzen. Gehörte allerdings nie zu den schillernden Partymäusen, die sich lasziv auf der Tanzfläche räkelten und um die dann hinterher mindestens drei sabbernde Kerle rumlungerten. Ich glaube, das war auch gut so.

Trotzdem wieder zurück zum Problem. Zwischen den einen fühlt man sich zu alt, zwischen den anderen zu jung. Gibt es denn nirgendwo Menschen, deren Lebensinhalt aus mehr als Pilcher, Villeroy und Boch und Plätzchen backen besteht? Oder vielleicht aus mehr als ein Leben zu führen, das man aus "Glamour", "Cosmopolitan" und "InStyle" kennt? Oder die nicht man nicht nach einer Flatrateparty halbnackt aus der Rinne neben dem Bürgersteig fischen muss?

Ich will doch einfach nur einen netten Drink an der Bar zu mir nehmen, dazu zur Musik wippen, vielleicht ein bisschen abzappeln und ganz viel lachen. Oder in Decken eingewickelt einen zünftigen Horrorfilm anschauen - vielleicht auch knackige Action mit einem kernigen Bruce Willis. Bin ich doch zu spießig? Zu Normalo? Zu albern für Menschen jenseits der 30?

Oder kennt ihr das auch, dass ihr Freunde habt, die von allem ein bisschen "too much" sind, in die eine oder andere Richtung?

von Leela - veröffentlicht in: Frauensache(n)
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Samstag, 22. märz 2003

Ja ja, der liebe Kater. Wer kennt ihn nicht? Nein, ich spreche jetzt nicht von dem kleinen, knuddeligen Haustier, sondern von dem Kater, der noch durchaus nerviger sein kann. Sauftour gut und schön, doch leider bleibt ein solches Ereignis nur allzu oft nicht ohne Konsequenzen. Nach dem letzten Silvester und den ganzen voran gegangenen Feierlichkeiten und Festivitäten, habe ich mir so meine Gedanken gemacht.

Morgens halb 7 in Deutschland: frau torkelt nach Hause, hat's irgendwie geschafft, den Haustürschlüssel zu finden, die Tür aufzuschließen, sich halbherzig auszuziehen und sich ins Bett zu werfen. Die Decke dreht sich, deine 1,5 Promille schicken deinen Magen auf Achterbahnfahrt und du willst nur eins: schlafen schlafen schlafen! Und deine Ruhe!


Morgens halb 10 in Deutschland: nein, Knoppers gibt es keins, aber du wachst total versoffen auf und bist hellwach. Natürlich hast du in deinem Rausch vergessen gehabt, die Jalousien zuzumachen und das Fenster nicht auf Kippe zu lassen. Jetzt darfst du dich an der herrlichen Morgensonne (die dreimal heller als sonst scheint) und dem entzückenden Zwitschern der Vögel erfreuen. Ja genau, gib mir die volle Ladung, das brauch ich jetzt!


Du merkst plötzlich, dass deinem Rachen dürstet und deine Blase fast platzt. Nachdem du schwankend ins Klo gelatscht bist und ca. 15 Minuten versucht hast, dein Geschäft zu verrichten, geht's an den Kühlschrank. An dem läufst du natürlich zunächst vorbei. Also volle Drehung und zurück marsch marsch! Wenn du es dann geschafft hast, jenen unter viel Aufwand zu öffnen und das verdammte Glück gehabt hast, auch wirklich die Wasser- statt der Ketchupflasche zu ewischen, jagst du dir die halbe Pulle rein. Nachdurst!
Doch dann merkst du plötzlich, dass dir ja eigentlich total schwindelig war und dir plötzlich die Beine wegknicken. Also so schnell es mit sich drehender Birne geht wieder ab ins Bett, nur um zu merken, dass dir der kleine Ausflug Ziel Kühlschrank über Klo nur noch mehr Kopfschmerzen bereitet hat. Außerdem bist du jetzt wach und spürst das Pochen im Kopf und das Grummeln im Magen gleich doppelt so deutlich.


Nachdem du dich eine halbe Stunde schlaflos im Bett gekrümmt hast, steht du schließlich auf, um dich gottergeben vor den Rechner zu werfen und apathisch auf den Monitor zu glotzen, um dich von deinen Schmerzen abzulenken. Dummerweise funktioniert die Motorik nach 3 jämmerlichen Stündchen Schlaf und 1.0 Promille Restalkohol noch nicht so gut, also musst du dich aufs Lesen beschränken. Zu dumm, dass deine Sehfähigkeit ebenso diese Mängel aufweist. Also haust du den Kopf auf die Tastatur, wälzt dich eine Viertelstunde in Selbstmitleid, wie scheiße es dir doch geht, um dann zitternd ins Bett zurückzukriechen, welches natürlich gerade sein letztes bisschen Wärme auch noch verloren hat.


Du schaffst es irgendwie den Fernseher anzumachen, auf MTV umzuschalten und sinkst weg, berieselt von irgend einem scheiß Technogedröhne, was dir aber in diesem Moment völlig egal ist, denn der Beat vermischt sich sowieso im Einklang mit den herrlichen Mustern vor deinem Auge. Nachdem du es gerade geschafft hast, wieder einzuschlafen, klingelt auch schon das Telefon. Du schreckst hoch, springst aus dem Bett (wobei du dich fast auskotzt, weil ein "von 0 auf 180" mit schwummrigen Kopf und Magen hier nich so gut kommt), watschelst zum Telefon (wobei du sämtliche Flaschen, die noch neben dem Bett stehen, umwirfst und über deine verstreuten Klamotten stolperst), nur um dir von irgendeinem Freund ins Ohr quäken zu lassen: "Hi, alles fit bei dir? Ich hab wunderbar geschlafen - und du?"

von Leela - veröffentlicht in: Parties
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