Artikel teilen! Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren?: Ja ja, der liebe Kater. Wer kennt ihn nicht? Nein, ich spreche jetzt nicht von dem kleinen, knudd ...
Ja ja, der liebe Kater. Wer kennt ihn nicht? Nein, ich spreche jetzt nicht von dem kleinen, knuddeligen Haustier, sondern
von dem Kater, der noch durchaus nerviger sein kann. Sauftour gut und schön, doch leider bleibt ein solches Ereignis nur allzu oft nicht ohne Konsequenzen. Nach dem letzten Silvester und den
ganzen voran gegangenen Feierlichkeiten und Festivitäten, habe ich mir so meine Gedanken gemacht.
Morgens halb 7 in Deutschland: frau torkelt nach Hause, hat's irgendwie geschafft, den Haustürschlüssel zu finden, die Tür aufzuschließen, sich halbherzig auszuziehen und sich ins Bett zu werfen. Die Decke dreht sich, deine 1,5 Promille schicken deinen Magen auf Achterbahnfahrt und du willst nur eins: schlafen schlafen schlafen! Und deine Ruhe!
Morgens halb 10 in Deutschland: nein, Knoppers gibt es keins, aber du wachst total versoffen auf und bist hellwach. Natürlich hast du in deinem Rausch vergessen gehabt, die Jalousien zuzumachen
und das Fenster nicht auf Kippe zu lassen. Jetzt darfst du dich an der herrlichen Morgensonne (die dreimal heller als sonst scheint) und dem entzückenden Zwitschern der Vögel erfreuen. Ja genau,
gib mir die volle Ladung, das brauch ich jetzt!
Du merkst plötzlich, dass deinem Rachen dürstet und deine Blase fast platzt. Nachdem du schwankend ins Klo gelatscht bist und ca. 15 Minuten versucht hast, dein Geschäft zu verrichten, geht's an
den Kühlschrank. An dem läufst du natürlich zunächst vorbei. Also volle Drehung und zurück marsch marsch! Wenn du es dann geschafft hast, jenen unter viel Aufwand zu öffnen und das verdammte
Glück gehabt hast, auch wirklich die Wasser- statt der Ketchupflasche zu ewischen, jagst du dir die halbe Pulle rein. Nachdurst!
Doch dann merkst du plötzlich, dass dir ja eigentlich total schwindelig war und dir plötzlich die Beine wegknicken. Also so schnell es mit sich drehender Birne geht wieder ab ins Bett, nur um zu
merken, dass dir der kleine Ausflug Ziel Kühlschrank über Klo nur noch mehr Kopfschmerzen bereitet hat. Außerdem bist du jetzt wach und spürst das Pochen im Kopf und das Grummeln im Magen gleich
doppelt so deutlich.
Nachdem du dich eine halbe Stunde schlaflos im Bett gekrümmt hast, steht du schließlich auf, um dich gottergeben vor den Rechner zu werfen und apathisch auf den Monitor zu glotzen, um dich von
deinen Schmerzen abzulenken. Dummerweise funktioniert die Motorik nach 3 jämmerlichen Stündchen Schlaf und 1.0 Promille Restalkohol noch nicht so gut, also musst du dich aufs Lesen beschränken.
Zu dumm, dass deine Sehfähigkeit ebenso diese Mängel aufweist. Also haust du den Kopf auf die Tastatur, wälzt dich eine Viertelstunde in Selbstmitleid, wie scheiße es dir doch geht, um dann
zitternd ins Bett zurückzukriechen, welches natürlich gerade sein letztes bisschen Wärme auch noch verloren hat.
Du schaffst es irgendwie den Fernseher anzumachen, auf MTV umzuschalten und sinkst weg, berieselt von irgend einem scheiß Technogedröhne, was dir aber in diesem Moment völlig egal ist, denn der
Beat vermischt sich sowieso im Einklang mit den herrlichen Mustern vor deinem Auge. Nachdem du es gerade geschafft hast, wieder einzuschlafen, klingelt auch schon das Telefon. Du schreckst hoch,
springst aus dem Bett (wobei du dich fast auskotzt, weil ein "von 0 auf 180" mit schwummrigen Kopf und Magen hier nich so gut kommt), watschelst zum Telefon (wobei du sämtliche Flaschen, die noch
neben dem Bett stehen, umwirfst und über deine verstreuten Klamotten stolperst), nur um dir von irgendeinem Freund ins Ohr quäken zu lassen: "Hi, alles fit bei dir? Ich hab wunderbar geschlafen -
und du?"
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